Die Teufelsklinge in Heubach

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Über Trampelpfade und ausgetrocknete Quellen

Teufelsklinge, das hört sich gefährlich an, ist es irgendwie auch ein bisschen. Denn der Weg wird kein leichter sein. Los geht es nach dem Ortsschild von Heubach. Immer weiter den Berg Richtung Bartholomä hinauf, entlang dem Gehweg, an dem Autos haarscharf vorbei brettern. Nach dem Jägerhaus gibt’s einen Wechsel in den Wald. Es wird ruhiger, ehe ein leises Plätschern ertönt. Da liegt der Tumbach, zusammengeschrumpft auf ein kleines Rinnsal vor einem. Der Hitze wegen hat er an Größe eingebüßt. Trotzdem tanzen über ihm emsig Insekten im flirrenden Sonnenlicht.

 

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Über eine Wiese geht es tiefer in den Wald hinein. Immer wieder sind Stimmen von anderen Wanderern zu hören, die das schöne Wetter für einen Streifzug durch die Natur nutzen. Die Sonne blitzt durch das Blätterdach, das sich in sattem Grün präsentiert. Plötzlich gibt der Wald den Blick frei auf eine Steinwand und einen Trampelpfad, der an einem steilen Hang entlangführt. „Betreten auf eigene Gefahr“, steht auf einem Schild. Dann mal los. Schon noch wenigen Metern wird klar, dass der Wanderer hier trittsicher sein muss. Der rissige und staubige Boden lädt zum Ausrutschen ein. Und Achtung: Über dem Weg liegt ein riesiger Baum. Nur gebückt kommt man unter ihm hindurch.

Der aufgewühlte Boden lässt den Trip zur Teufelsklinge zum Stolperpfad werden.

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Tropfendes Moos und eine mächtige Kalksteinnische - die Teufelsklinge ist erreicht. Hier entspringt der linke Oberlauf des Tumbachs. Das klare Quellwasser schießt wegen der Hitze nicht aus dem Felsen, sondern perlt diesen hinab. Keine Spur von einem Wasserfall, den es hier sonst zu sehen gibt – auch der Teufel, der dort sein Unwesen treiben soll, lässt sich an diesem sonnigen Nachmittag nicht blicken.

Die Spalte, aus der das Wasser im Winter  hinausschießt, liegt offen da. Ein düsteres Loch in der Felswand. Mit einer Flasche frischem Quellwasser – nein, kein Marketinggag - im Gepäck und vorsichtigen Schritten geht es zurück auf den befestigten Weg.

Eine Lichtung lenkt die Aufmerksamkeit der Wanderer auf sich. Dort tummeln sich Bienen, Schmetterlinge & Co. im Sonnenlicht. Ehe es in die Stadt geht, lädt die Wiese zum Blumenpflücken oder Entspannen ein.

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Die Route für Wanderfans:

Start beim Jägerhaus in Heubach – nach etwa 100 Metern rechts auf einen Feldweg abbiegen – dem Schotterweg nach unten folgen – über den Bach gehen – links der Wiese folgen – am Ende der Wiese rechts einem Pfad im Wald folgen – auf dem befestigten Weg angekommen das Schild „Betreten auf eigene Gefahr“ suchen – Trampelpfad zur Klinge folgen.

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