KISS: Junge Künstler entern das Schloss Untergröningen

Vom Erdgeschoss bis zum zweiten Stock: Hier regiert die Kunst!

Der Weg war kein Einfacher. Dennoch hat es Jov T. Keisar aus Ehingen nach Untergröningen geschafft. Er ist Künstler. Und seine Kunst? Die ist es, den richtigen Weg zu finden. Wie das funktioniert? Einen Eindruck gewinnt man bei der neuen Ausstellung im Schloss Untergrönigen, die da heißt „die Stars von morgen im Schloss“. Weshalb? Es sind alles junge Künstler, die dort auf drei Stockwerken zu sehen sind. Übrigens: alle verbindet etwas mit Baden-Württemberg. 

Stift und Linse Schloss Untergröningen aufgeschlossen
Stift und Linse Schloss Untergröningen aufgeschlossen

Aber zurück zu Jov T. Keisar. Der Künstler hat Kuratorin Heidi Hahn vor der Ausstellung einen Losstopf entgegen gestreckt. Hahn durfte Losfee spielen.  Auf dem ausgewählten Blatt stand die Stadt, von der Keisar nach Untergröningen wandern sollte. Und wie hat er das gemacht? Natürlich gab es für die Strecke ein Regelwerk. Kein GPS, kein Smartphone, nur Menschen nach dem Weg fragen. Die Wegzeichnungen, die diese Menschen angefertigt haben, hängen nun im ganzen Schloss. Sie sind das Kunstwerk des des Jov T. Keisar. 

Stift und Linse Schloss Untergröningen aufgeschlossen
Stift und Linse Schloss Untergröningen aufgeschlossen
Stift und Linse Schloss Untergröningen aufgeschlossen

Ob an der Decke, verstreut auf dem Boden oder raumübergreifend, jungen Künstlern wird in der Ausstellung eine Bühne geboten – alles unter dem Motto „aufgeschlossen“. So hängen zum Beispiel ellenlange Scherenschnitte aus Folie, mit der sonst ein Teich verkleidet wird, von der Decke herab – ein Labyrinth aus schwarzem Kunststoff mit Gucklöchern, geschaffen von Nina Joanna Bergold aus Ludwigsburg. Verweise an Henri Matisse oder Paul Ernst Klee – Katja Schwinns Installationen lehnen sich an das sehr grafisch orientierte Schaffen der genannten Künstler an. 

Stift und Linse Schloss Untergröningen aufgeschlossen
Stift und Linse Schloss Untergröningen aufgeschlossen

Hier wölbt sich der Teppichboden, halbe Teller staffeln sich nebeneinander ohne umzukippen, dort baumeln Knochen von der Decke – die Palette ist vielfältig und zeigt die unterschiedlichen Sichtweisen der Jungkünstler. Dem Ganzen die Krone setzt der Zaubertrank auf, der den Künstler von morgen zum Star machen soll. Enthalten: Reptilienhaut, Federn, Blattgold und noch viel mehr. Gebraut haben ihn Johanna Mangold und Jan-Hendrik Pelz in Co-Produktion mit dem Berliner Künstler Jonathan Meese. Ob diese Kunst schmeckt? Am besten selbst ausprobieren und vorbei fahren! 


„aufgeSCHLOSSen“ – die Ausstellung vom 28. September – 03. November 2019 im Schloss Untergröningen

Öffnungszeiten: Samstag 14.00 – 17.00 Uhr, Sonntag 11.00 – 17.00 Uhr. Feiertage: Do. 03.10. & Fr. 01.11. : 11.00 – 17.00 Uhr

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